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Das Fenster

Das Fenster soll in energetischer Betrachtung die schwächste Stelle der Gebäudehülle bleiben. Wie Sie nun aus dem Bereich Feuchte wissen, fällt das Tauwasser an der Stelle mit der geringsten Oberflächentemperatur aus. Als grober Richtwert gilt: "Ein Fenster ist viermal schlechter als die Außenwand."

Da die gesamte Fensterkonstruktion hydrophob aufgebaut ist kann Tauwasser entstehen, jedoch kann es keinen Schaden anrichten, da es an der Bauteiloberfläche abläuft.

Aus der Praxis

Luftdichte und winddichte Ebene

Die Ausführung der Wind- und Luftdichte Ebene ist ebenso wichtig wie die Dämmstärke. Die winddichte Ebene befindet sich auf der Umweltseite also Außen, sie hält den Regen ab und verhindert eine Durchlüftung mit kalter Luft.
Die luftdichte Ebene befindet sich auf der Wohnraumseite, sie verhindert das warme feuchte Luft in die Dämmung gelangen kann. Die Feuchtigkeit würde in der Dämmung am Taupunkt ausfallen. Folgen von Undichtigkeiten in der luftdichten Ebene:

ungewünschte Erhöhung des Luftaustausches;
erhöhter Wärmeaustrag;
Zugerscheinungen;
Feuchteeintrag in die Dämmung;
Feuchte Dämmung bleibt kälter und noch mehr Feuchtigkeit schlägt sich nieder;
dauernd feuchte Bauteile führen zu Schimmelbildung;

 

Fenstertausch
Üblicher da einfacher Vorgang

 

Das reguläre da leichtere Vorgehen ist das Einschäumen des neuen Fensters. Je nach Art des Mauerwerks werden jedoch die Zugerscheinungen des Altbaufensters nur reduziert. Ein Fenster und dessen Einbau bleibt eine thermische Schwachstelle im Gebäude. Dieser Einbau gilt als nicht luftdicht. Was bin ich froh, dass ich den gesamten Mist wieder raus mache. Aufgrund der Fassadendämmung die mit 20 cm aufträgt wurden die Fenster nochmals ausgebaut und weiter nach Außen versetzt. Sonst werden durch die stärkere Verschattung die solaren Gewinne reduziert. Der gesamte Schaum wurde entfernt, welche eine Umweltverschmutzung. Der kleinste Hauch reicht aus um den gefestigten PU-Schaum in der näheren und sicherlich auch in der weiteren Umgebung zu verteilen. Was macht die Natur nun mit den Zeug?

01.03.2012

Richtiger Einbau der Fenster außenseitig

Entfernen der äußeren Laibung
Kompressionsband statt PU
diffusionsoffenes Anschlussband

Beschreibung des Vorgangs

Ziel ist, dass der Anschluss wind-, und schlagregendicht ist. Jedoch soll Feuchtigkeit, die wie auch immer in den Zwischenraum eindringt nach Außen entweichen können.

Die vorhandene Laibung wird plus ein zulässiges Übermaß entfernt. Das Übermaß richtet sich nach den Vorgaben des Kompressionsbandes. Das maximale zulässige Quellmaß muss eingehalten werden, sonst ist die Wind- und Schlagregendichtigkeit nicht mehr gewährleistet. Anputzen der Laibungen, (Putz gilt als winddicht). Das Fenster mit dem Kompressionsband in die Öffnung einbringen und wie immer ausrichten und verschrauben. Der Fensterbankclip wird mit dem diffusionsoffenen Anschlussband beklebt. Mit einem zugelassenem Anschlusskleber verklebt man das Anschlussband am Mauerwerk.

Fenstereinbau innenseitig

Der verbleibende Hohlraum wird mit Dämmstoff verfüllt
Hohlraum ausstopfen
Die Laibung innenseitig verputzen
Laibung anputzen verkleben
Außenseitiger Fensteranschluss

Beschreibung des Vorgangs

Ziel ist, dass der verbleibende Hohlraum zwischen Fensterstock und Mauerwerk einen möglichst hohen Wärmewiderstand aufweist und vor eindringendem Tauwasser geschützt ist. Zusätzlich sollen ungewollte Lüftungsverluste ausgeschlossen werden.

Der verbleibende Hohlraum wird so gut wie möglich wird mit Dämmmaterial ausgestopft. Die innenseitige Laibung wird meist vorher schon mit Putz belegt. Das diffusionsgeschlossene Anschlussband wird vor dem Einsetzen des Fensterstocks an den Rahmen geklebt. Nachdem der Putz vollständig ausgetrocknet ist wird das Anschlussband mit dem Mauerwerk verklebt.

Das letzte Bild zeigt den Anschluss der Dämmplatte an den Fensterrahmen.

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